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Neuigkeit

Wie steht’s um die Games-Branche in Sachsen? Eine neue Studie gibt Einblicke

Die game-Studie zeigt Sachsens Games-Szene: 36 Unternehmen, R42 Accelerator, Wachstum, Fachkräfte und Spillover-Effekte kompakt zusammengefasst.

Die im Januar veröffentlichte Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“ analysiert die Entwicklung der deutschen Games-Industrie und beleuchtet wirtschaftliche, strukturelle und internationale Aspekte. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, Effekte der Förderung systematisch zu erfassen und auszuwerten.

Natürlich kommt auch Sachsen in der Studie. Da diese aber 93 Seiten umfasst, haben wir für euch mal wichtige Punkte zusammengefasst und genauer geschaut, wo Sachsen so steht. Spoiler: Da geht noch was, aber wir kriegen das schon hin.

Durchgeführt wurde die Studie von Goldmedia im Auftrag des game – Verband der deutschen Games-Branche e. V. und gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Bitte beachtet ganz unten die Anmerkungen zur Durchführung der Studie.

Aber nun mal zu den Inhalten!

  • Anzahl Games-Unternehmen: In Sachsen gab es im Zeitraum der Studienerstellung 36 Games-Unternehmen im erweiterten Kernmarkt. Vorn liegen Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen mit 262, 223 und 212 Unternehmen. Aber hey, wir arbeiten dran – mit euch und für euch.
  • Regionale Förderung: Zwar gingen 2024 die Förderzusagen der Mitteldeutschen Medienförderung in Sachsen leicht zurück (in Sachsen-Anhalt und Thüringen auch), aber 2024 wurde das Akzelerator-Programm R42 Games Accelerator eingeführt, das von Sachsen mit 900.000 Euro unterstützt wird und seit 2025 zusätzliche Anlauffinanzierungen ermöglicht. Ein wichtiger Schritt, um die Gründungsaktivität und die Entwicklung der Games-Branche in Sachsen zu fördern.
  • Wettbewerbsfähigkeit: Sachsen kann auch von der Bundesförderung profitieren, um die lokale Games-Branche zu stärken und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Förderung könnte dazu beitragen, die Gründungsaktivität zu steigern und die Zahl der Beschäftigten in der Region zu erhöhen.
  • Spillover-Effekte: Die Games-Branche in Sachsen könnte durch die Nutzung von Game-Engines, AR/VR-Technologien und KI als Impulsgeber für andere Branchen wie Industrie, Bildung und Forschung dienen.
  • Fachkräftesicherung: Die Games-Branche kann als Magnet für internationale Fachkräfte dienen und zur Stärkung des Fachkräftepotenzials in Sachsen beitragen.

Die Studie zeigt also, dass die Games-Branche in Sachsen – wie in ganz Deutschland, okay – großes Potenzial hat, sich als international wettbewerbsfähiger Standort zu etablieren. Eine langfristige und verlässliche Förderung sowie die Integration von steuerlichen Anreizen könnten entscheidend sein, um die Branche weiter zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung auch in Sachsen zu fördern.

Die regionale Förderung und die Einbindung in internationale Netzwerke sind zentrale Hebel, um die Games-Branche in Sachsen nachhaltig zu entwickeln.

Und wenn’s um Fördermöglichkeiten geht, seid ihr bei uns natürlich genau richtig. Schaut doch gleich mal hier, welche Angebote es in Sachsen so gibt für die Games-Branche.

Die ganze Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“ könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Anmerkungen zur Durchführung der Studie:
Ein zentraler Bestandteil war eine Online-Befragung, die deutschlandweit unter Unternehmen der Games-Branche zwischen Ende April und Mitte Juni 2025 durchgeführt wurde. Es nahmen insgesamt 343 von 1205 Unternehmen teil, was einer Rücklaufquote von 28 Prozent entspricht. In einer separaten Befragung, die im Sommer 2025 stattfand, wurden die Gehaltsstrukturen in der Games-Branche abgefragt. Hierbei beteiligten sich 106 von 805 Unternehmen (Rücklaufquote 13 Prozent). Wichtig hierbei ist, dass für beide Befragungen 2024 als Referenzjahr gewählt wurde.

Außerdem wurden fünf Tiefeninterviews mit ausgewählten Expert*innen der Branche geführt. Durch die Analyse von Daten der gamesmap und des DLR-Projektträgers zur Fördersituation und eine umfangreiche Sekundärdatenrecherche und -analyse (u. a. zum internationalen Standortvergleich) wurden die empirischen Erhebungen ergänzt.

Autorin:

Susanne Reinhardt